Unter dem Begriff "Bonität" versteht man die Kreditwürdigkeit des Kreditantragstellers. Die Prüfung der Bonität des Kunden erfolgt in der Regel mit Hilfe von Ratingagenturen und Auskunfteien vor der Kreditvergabe. Dabei wird das Kreditausfallrisiko des Kunden untersucht. Je geringer dieses Risiko ist, desto günstigere Konditionen bekommt der Kunde von der Bank zugesprochen.
Voraussetzung für die Bonitätsprüfung ist das Einverständnis des Kunden. Ohne die so genannte "Schufaklausel" sind ist die Kreditfirma nicht berechtigt, Informationen über den Kunden einzuholen. In Deutschland ist die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) die bekannte Auskunftei für Bonitätsfragen. Bei der Schufa werden die meisten Daten der Kreditkunden gespeichert (bestehende Kredite, Girokonten, Kreditkarten, Hypothekendarlehen, etc.).
Die Schufa-Bonität wird in Klassen von A bis M eingeteilt, wobei Klasse A die beste Bonität darstellt. Ungefähr 20% der deutschen Bevölkerung verfügen über Schufaklasse A, ca. 20% über Schufaklasse B und ca. 10% über die Schufaklasse C. Der Gesamtanteil der Bevölkerung mit "guter Bonität" beträgt damit in Deutschland rund die Hälfte.
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In der Regel erhält man in Deutschland keinen Kredit, wenn man über negative Schufa-Einträge verfügt. Erledigte negative Schufamerkmale werden noch 3 Jahre in der Schufa ausgewiesen und führen oft ebenfalls zu einer Ablehnung des Kredites.
Alternativ für Kunden mit negativen Schufaeinträgen werden durch verschiedene Institutionen so genannte schufafreie Kredite angeboten. Hier erfolgt keine Schufa-Auskunft und die Genehmigung dieser Kredite ist ausschliesslich einkommens- und altersabhängig.
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Wer ist die SCHUFA?
Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA) sammelt Daten über Verbraucher. Die SCHUFA selbst erhebt keine Daten, insbesondere führt sie keine Recherchen durch. Sie ist eine reine Datensammelstelle und verlässt sich ganz und gar auf die Angaben ihrer Vertragspartner. Zusätzlich wertet Sie die Schuldnerverzeichnisse der deutschen Amtsgerichte aus, in die man eingetragen wird, wenn man die Eidesstattliche Versicherung abgeben musste.
Vertragspartner der SCHUFA sind beispielsweise Banken, Bausparkassen, Versicherungen, Versandhandelsunternehmen, Leasinggesellschaften, Kaufhäuser, Telekommunikationsunternehmen usw. Kreditvermittler sind nicht mehr Vertragspartner der SCHUFA.
SCHUFA-Klausel:
Wenn Sie einen Kredit aufnehmen wollen, ein Auto leasen oder ein Handy kaufen wollen, präsentiert man Ihnen in den Formularen meist die sogenannte SCHUFA-Klausel, mit der Sie sich mit der Weitergabe Ihrer Daten an die SCHUFA einverstanden erklären.
Sie müssen dieser Klausel nicht zustimmen und können Sie aus einem Vertrag streichen. Das birgt allerdings die Gefahr, daß Sie beispielsweise einen Kredit oder ein Handy nicht bekommen. Wenn Sie die SCHUFA-Klausel im Kontoeröffnungsantrag streichen, kann das dazu führen, daß einige Dienstleistungen des Kontos (Überziehungskredit, EC-Karte, Eurocard oder Kundenkarte) ausgeschlossen werden.
Schweizer Kredite: Kredite ohne Schufa:
Bei dieser Darlehensform sind die Geldgeber Schweizer Banken, welche in einem gewissen Rahmen (aktuell liegt dieser Betrag bei 3.500 Euro) Kredite auch ohne die in Deutschland obligatorische Prüfung der Bonität durch die Schufa gewähren. Diese Kreditform ist somit vor allem für Leute interessant, die bereits über einen negativen Eintrag in der Schufa verfügen.
Die Begriffe "Schweizer Kredit" und "Kredit ohne Schufa" sind jedoch nicht identisch, auch wenn diese gerade im Internet oft auch synonym behandelt werden. Der Schweizer Kredit ist eine standardisierte Variante schufafreier Kredite, bei der Kreditsumme und Laufzeit vorgegeben sind.
Wichtig: Auch für Schweizer Kredite wird vom Antragsteller sehr wohl Bonität verlangt wird. Nur erfolgt diese Bonitätsprüfung durch andere Kriterien ausserhalb der Schufa.